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Ethik der P4-Medizin

Die P4-Medizin (prädiktiv, präventiv, personalisiert, partizipatorisch) gilt gegenwärtig als eine erfolgversprechende Entwicklung für eine verbesserte – weil umfassendere und effizientere – Gesundheitsversorgung.

DigiMed Bayern

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, startete Ende 2018 das P4-Medizinprojekt DigiMed Bayern. DigiMed Bayern kombiniert umfassende Datensätze von Patienten, bei denen atherosklerotische Erkrankungen wie eine koronare Herzerkrankung, ein Schlaganfall oder genetische Risikofaktoren diagnostiziert wurden. Diese Datensätze werden weiter mit modernster multidimensionaler molekularer Charakterisierung (-omics-Technologien) des jeweiligen Probenmaterials angereichert. Für die integrative Analyse der resultierenden "Big Data" wird eine rechtskonforme, hochsichere und nachhaltige IT-Infrastruktur konzipiert und implementiert.

Ethische Fragestellungen

Im Rahmen des Arbeitspakets 7 (ELSI - Ethics, Law, and Social Implications) beteiligt sich das TTN an der ethischen und Begleitforschung. Den ersten Einstieg in die theologisch-ethischen Fragestellungen finden Sie hier

Workshops

Innerhalb des Projekts findet ein reger Austausch über ethische Fragestellungen und Begrifflichkeiten in Form von regelmäßigen Workshops statt.

Workshop 2, Gemeinwohl, Gemeinschaft und Souveränität fand in verkürzter und digitaler Form am 26. Mai 2020 statt. Einen Bericht finden Sie hier.

Der erste Projektworkshop, Ethische Voraussetzungen für die P4-Medizin: Der Mensch als Naturwesen, Person und Geschöpf, fand im September 2019 an der Evangelischen Stadtakademie München statt. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

Aktuelle Veröffentlichungen

Therese Feiler, What's the Damage? Proportionality and the Ethics of Crisis Response (Talk given at the ScanBalt-Forum, September 2020)

Abstract: The Covid-crisis is perceived as an example of preventive medicine, the chance to install a new digital health economy and to increase cross-border cooperation in terms of medical data exchange. This paper approaches the field from the perspective of ethics, drawing on authors such as Oliver O’Donovan, Francisco de Vitoria and Immanuel Kant. It focusses on the principle of proportionality, which will be revisited both with a view to the Covid-response and personalised medicine. I argue that proportionality tends to be exclusively determined in a forward-looking manner, with reference to a particular aim. However, in order to prevent mission creep, contradictions and subsequent, disproportionate damage, the principle of proportionality also needs to be applied retrospectively. Moral agents need to ask: What is the actual damage? From this, a couple of remarks on P4-medicine and the planned joint declaration of the ScanBalt Forum will follow.

TTN Edition 2019: Gemeinwohl, Polis, Individuum. Bioethik im Kontext.
Herausgegeben von Therese Feiler. Mit Beiträgen von Yannick Schlote, Hendrik Meyer-Magister, Therese Feiler und Niklas Schleicher.

Therese Feiler (2019). 'The Ontology of Personhood: Distinguishing Sober from Enthusiastic Personalised Medicine', Studies in Christian Ethics, Vol. 32(2) 254–270.

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